«

»

Jan 22

Google Sandbox

Die Google Sandbox
Sie haben eine relativ neue Seite und sind in der ersten Woche nach dem Start recht gut in den Suchergebnissen bei Google reingekommen. Doch nach einigen Wochen kommt es Ihnen vor als sei Ihre Webseite  aus Google verbannt worden? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihre Website in der „Google Sandbox“ gelandet ist. Google Sandbox ist ein Phänomen, das seinen Namen der vielen Gesprächen mit SEO-Experten über das plötzliche Abfallen von Webseiten in den Suchresultaten der weltweit beliebtesten Suchmaschine Google verdankt.  Was ist die Google Sandbox? Google selbst, hat die Existenz der Google Sandbox immer geleugnet, aber die Tatsache bleibt, dass viele SEO Spezialisten und  Webseiten Inhaber im In-und Ausland täglich mit den Auswirkungen der Google Sandbox konfrontiert werden. Eigentlich ist die Google Sandbox ein relativ neues Filter-System entstanden etwa im März 2004, kurz nach dem viel diskutierten updates des Google-Algorithmus. Der Zweck des Filters, neue Webseiten sollen sich erst beweisen, bevor Sie in den Ranking vollwertig berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist, dass neue Webseiten, fast ohne Ausnahme in den ersten Wochen nach dem Start relativ gut in den Suchmaschinen zu finden sind, um dann stark Position zu verlieren.  Dieses Phänomen ist besonders gut sichtbar bei eher schwachen oder nicht intensiven Suchbegriffen, wie beispielsweise Firmen-oder Produktnamen oder sehr lang formulierte Suchanfragen „long tail keywords“ bestehend aus mehreren Keywords. Eingehende Links allerdings, ein hoher Page Rank als Ergebnis einer guten On-Page-Optimierung der Webseite hat keinen Einfluss auf den Google Sandbox-Effekt.
Neue Webseiten in der Google Sandbox

Der Google Sandbox-Filter wird auf nahezu alle neuen Webseiten angewandt. Wobei, es nicht jede neue Webseite trifft. Man sollte wissen, dass der Google Sandbox-Effekt nichts mit Strafen oder andere Sanktionen von Google zu tun hat. Der Filter gleicht einer Prüfperiode.
Auffallend ist, dass Webseiten, die gleich zu Anfang auf Wettbewerbsintensive Keywords optimieren (zeigt sich in der Anzahl der Ergebnisse) sind stärker von dem Google Sandbox-Effekt betroffen, als die Webseiten die sich am Anfang auf weniger stark besetzte Keywords konzentrieren.  Unter den SEO-Spezialisten kursieren sehr unterschiedliche Meinungen, wenn es um die genaue Art des Google-Sandbox Prinzips geht. So existiert eine allgemein akzeptierte Hypothese, dass sich Google Sandbox direkt auf das Alter der Webseite bezieht. Andere jedoch, glauben, dass das Prinzip absolut nichts mit dem Alter von Webseiten zu tun hat, sondern mit dem Alter der sogenannten eingehenden Links (Backlinks) welche auf die Webseiten verlinken, gemäß des Grundprinzips der Link-Popularität. Allerdings wenn, wir beachten wie Google’s PageRank Prinzip mit diesen eingehenden Links umgeht, sehen wir das nicht der existierende eingehende Link eine Rolle spielt, sondern die Themenrelevanz des Links. So unklug nicht. Der Link wird also nach Hinweisen durchforstet die thematisch mit den Inhalten der Webseite harmonieren. Das wiederum bedeutet dass die eigentliche Webseite und die verweisenden Links an sich, nicht dazu führen in die Sandbox abzurutschen.

Wozu existiert die Google Sandbox?

Es sind eine Menge Debatten über die Nützlichkeit der Google Sandbox entstanden. Viele SEO Agenturen, die Ihre Kundenwebseiten in den Suchmaschinen zu Spitzenpositionen führen wollen sind über die Existenz der Google Sanbox nicht sonderlich erbaut. Dennoch, aus Sicht der Suchmaschinen basieren die Filter auf menschliche Prinzipien, welche wir alle teilen. Wir stellen uns vor, wir hätten die Wahl zwischen einem Fernseher  dessen Marke neu am Markt ist und einem identischen Fernsehers zum gleichen Preis eines etablierten und renommierten Herstellers, wir würden uns für den Fernseher der schon bekannten Marke entscheiden und den anderen Hersteller eher ne Weile im Auge behalten.
Als die SEO Anbieter bzw. Online Agenturen das raus hatten, begannen sie mit dem sogenannten cloaking oder doorwaypages einzufügen. Cloaking ist das Präparieren von individualisierten Seiten speziell für Suchmaschinen. Die Seiten werden auf die für die eigentliche Webseite relevanten Keywords optimiert. Der User selbst erkennt diese Seiten nicht. Klickt er auf einen Link, welche ihn zu einer Cloaking-Seite führt, wird er per direkt auf die Anbietersite weitergeleitet. So werden u.a. auch Webseiten mit wenig oder keinem Textinhalt in Suchmaschinen platziert. Allerdings ist Vorsicht geboten: Bei falscher Anwendung werden Cloaking-Seiten von den Suchmaschinen als Betrugsversuche angesehen. Dies hat dann zur Folge, dass die gesamte Website aus dem Index der Suchmaschine rausfliegt und sogar die Domain gesperrt wird. Tja, finden sie da mal die richtig Guten unter den online Marketing Agenturen. Gut gemacht, kann der Kunde sich über große Besucherzahlen und steigende Umsätze freuen.

Existenzrecht der zu optimierenden Webseiten
Google musste also reagieren um eben die Guten von den anderen zu unterscheiden. Oder mal menschlich gesagt die, moralisch integeren von den nicht so moralisch integeren zu trennen. So entstand das Google Sandbox Prinzip. Neue Webseiten stehen für eine gewisse Zeit (kann sogar 6 bis 9 Monate bedeuten, abhängig von den Keywords worauf sich die Webseiten sich ausrichten) unter Beobachtung bzw. landen in die Sandbox bis sich eindeutig geklärt hat, ob schwarz oder weiß. Wobei weiß für das gute steht. Das bedeutet bis, die Webseite eine Reihe von Spamfiltern durchlaufen hat oder zwischenzeitlich mit ausreichenden guten Backlinks und Besucher aufweist.

Wie beeinflusst Google Sandbox Ihre Webseite?
Haben Sie eine neue Webseite ist die Chance groß das diese sich in absehbarer Zeit in der Sand Box befindet. An der Art wie Google die Rankings für Webseiten bestimmt hat sich seit Jahren nicht viel verändert. Backlinks, guter Content (Inhalte) sind nach wie vor wichtig. Nur die Art worauf und in welchem Ausmaß sie Einfluss auf das Ranking nehmen verändert sich. Wenn ihre Webseite sich also in der Sand Box befindet tun Sie gut daran dafür zu sorgen das so viele wie möglich Themenrelevante Webseiten sich mit Ihrer verlinken. Wenn Sie es dann geschafft haben aus der Sand Box raus zu kommen, können Sie versichert sein genügend Linkpopularität und guten PageRank erreicht zu haben. Was wiederum zu guten stabilen Ergebnissen bei Google führt.

Befindet sich Ihre Webseite bei Google in der Sandbox? Testen Sie es!
Es existieren verschiedene Methoden um dies heraus zu finden. Googeln Sie nach Ihrer eigenen Webseite bzw. Domain (z.B. www.malermeisterkarl.de). Erscheint keine einzige Seite welche auf Ihren eigenen Domainnamen verweist, ist die Wahrscheinlichkeit groß das Sie in der Sand Box gelandet sind. Oder, für die unter Ihnen die schon etwas weiter sind, prüfen Sie ob die Google spider/robots/bots Ihre Webseite noch regelmäßig besuchen. Denn einmal in der Sand Box, kommt keiner mehr vorbei.  Überprüfen Sie Ihre Webseite am besten gleich auf die Qualität Ihrer Backlinks. Haben Sie genügend Backlinks von relevanten Webseiten die auch gute Ergebnisse bei den für Sie wichtigen Keywords erzielen? Verfügt Ihre Webseite selbst über originelle Inhalte reich an relevanten Keywords? Erlangen Sie auch bei weniger stark besetzten Keywords (Suchbegriffen) bei Google gute Ergebnisse?

Gibt es nur eine Methode um aus der Sandbox zu kommen?
Es gibt Hoffnung! Die Methode wieder raus zu kommen heißt: Geduld! Zugegeben, nicht einfach aber gemäß guter Suchmaschinenoptimierung bietet Geduld gepaart mit ethischer Verantwortlichkeit immer einen Weg heraus. Eine gute SEO Agentur kennt sich aus und weiß einen längeren Aufenthalt in der Sand Box zu vermeiden.